Verlorenes

Ich sehe die Jahre vor mir, dunkel wie Dekaden muten sie mir zu ...und ist Ebbe so wandle ich über schwarzem Sand mit Kleidern aus schweren Leinen ...und ist Flut so tauche ich tiefer zum Grund hinab mit letzter Kraft Ich habe…

Endspiel

Image: Peter Paul Rubens

Frost legte sich wie Mehltau auf die Blätter und die unbeschnittenen Angsttriebe des Baumes von letztem Jahr ragen in Richtung Sonne, vernachlässigt von den Schnitten der Rebschere ihrer vermeintlichen Hege und Pflege. Sie können nicht sprechen, sie…

Synästhesie I (140 x 105 cm)

Epoxidharz wird zumeist als chemisch und anorganisch abgetan. Doch vergisst man oft schnell, dass bei näherer Betrachtung, alles Chemie ist. Epoxidharz als ein Kohlenwasserstoff, der als Erdölprodukt gilt, hat daher einen negativen Beigeschmack des…

Simulacrum

I. Neben dem Schloss aus Glasim Land der Raben, der tiefen Teiche, tanzenWasserlilienlichter einsam ihre Reigenauf der Wasserspiegelhaut Undurchschaubardas glasklare, kolossale Schloss, das so entsetzlich weltfern lag:In jedem Raum herrscht leere in…

Verschwiegenes

Ich verschweigealles Schlechte und alles Gute,den Tag schweige ich voll,bis der Laut im Mund vollkommen verklingtim inneren Echo;die Leere, die mich erst vervollständigt. Die Nacht wölbt sich herabund ich trage ihre Sternbrocken aufrechtüber meine…

Das Verstummen des kosmischen Hintergrundrauschens

Wenn die Karneolen der untergehenden Sonne von den orangen Leuchten aus Natrium abgelöst werden, im feurig rotem Sonnenuntergang abgelebter Tage, im Geschwel der Industriegebiete und an den braungedunkelten Autobahnen, finden sich die Natriumlinien…

Stefan PlankDas Verstummen des kosmischen Hintergrundrauschens
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Semele (Σεμέλη) (105,5 x 75 cm)

Semele verbrannte, als sie Zeus darum bat sich ihr zu Offenbaren. Und jede Offenbarung beinhaltet immer die Gefahr des Verbrennens, wie beim großen Weltenbrand in den Endzeitmythen apokalyptischer Erzählungen, als die Götter zu dämmern begannen. So…

Jona und der Walfisch (66 x 97 cm)

Die biblische Geschichte von Jona und der Walfisch soll gewissermaßen als Archetyp der Usurpation, der Einverleibung angesehen werden. Diese Einverleibung spiegelt das Verhältnis zwischen unserem Ich und der Außenwelt wider, so wie wir Nahrung zu…

Reminiszenzen V (Tag der großen Müdigkeit)

Image: Stefan Plank ©

Das Wiedererwachen vielfach vollzogener Individuationen, lässt dich inhaltslos am Fluss innehalten und in radikal einsamen Ergießungen, die Zersplitterung der Dunstscheibe auf der knitternden Wasseroberfläche beobachten. Sanft kräuselt sich die…

Stefan PlankTag der großen Müdigkeit
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IV. Elegie

(Sommerbruch) Das Herbstlicht neigt sich herab, auf sonderliche Weise windet sich die Sonne im Wind und die Furchen auf den Bergen werden tiefer, was sie wohl bergen? Zeichen der Zeiten und des Alterns nur. Weiß glühende Adern durchziehen nun…

II. Elegie

Image: Ruth Thorne-Thomson ©

Dunkelheit, sanfter dunkler Samt für die Stirn der Fiebernden, brich ein, Abenddämmerung und lindere den Schmerz der Unheilbaren Welcher Fluch lastet auf mir, dass ich nichts mehr sehen will, dass ich wünschte in Fluten zu ertrinken? Sei mein Zeuge,…

Animus

Die schmerzende Stirn an den kühlen Himmelskanten gelehnt, die Gestirne stoben auseinander aber ragen in die Gedanken; der unsaubere Schnitt, der trennt: Jeder blutet für sich, ernst und ehrlich; weder Kind, noch König – wer also litt? An den…

Nokturne Adiaphorie

Image: Stefan Plank ©

  Wollüstig ziehst du die rauchige Luft in dich, benebelt und getrübt siehst du der Straßenlaternen kalter Lichter durch deine gläsrigen Augen und die hervortretende Dunstscheibe, die sich allmählich durch die Wolken schiebt. Weltabseitig…

asdasdasd

Nichts – Eine Apotheose

Image: Kavan the Kid ©

Die meisten Menschen haben Angst vor dem Nichts. Viele Menschen, die an Agonie leiden ("melete thanatou") und somit gegen Ende hin zu revoltieren beginnen, suchen Zuflucht in metaphysischen und esoterischen Schlössern, damit sie bis in alle…

Monachopsis

Die Gebärden der Gebrechlichkeit des Zeichenkörpers, Worte, wie gegossenes Silber – Die Stummheit lies mir von den Lippen ab, die verjährten Sprechakte setze niemals mehr Leviathan, es leuchtet mir  dein wundes Herz durch schwarze Fluten. Mein…

Depersonalisation

Ein Krähenflügelschlag entfernt; für immer,Dieses Gefieder unbrauchbar,wenn Regen fälltperlt kein Tropfe an mir abJede Entfernung durchstreift mit meinem Astralkörper in meiner Abwesenheit, Streunen ohne Sinn und Zweck ohne Lust und Muße Wind,…

Zirkel der Zeit

I. Zum Schrei der Krähen erwachst du inmitten des verwaschenen Tageslichts verzage nicht, Kind, das du nicht mehr bist ruhe in deiner Resignation schlage eine Kerbe in die Zeit genesen sollst du, von deinem unwesentlichen Zustand des verlorenen…

Innegehaltenes

I. Steh abseits in Schatten,werft sie nur weiterweit hinein in meine letzten Schlupfwinkel,entweiht die Stätte der Heilung, die nie heilte, seht euch ruhig satt, -gelobt sei die Stimme, die nicht mehr singt,die Wunde, die euch nicht ins Herz…

Kodama

Ich habe nicht das Recht mich des Kindes Unschuld zu bemächtigen; läutert mich von all dieser Menschlichkeit, vom Bitten und Zittern und dem angeboren Tanz des Körpers – ich wollte nichts davon Zerfließe Lebenselixir, zeigt mir nun den Weg ins…

Ausgesprochenes

I. Alles von Außen schlägt weite Schneisenins Innere hinein.Wo es mir weh tut, fragst du? "Wie ein Buch, das niemand lesen wollte,wie eine Sprache, die niemand mehr zu sprechen weiß, weil sie nie gesprochen werden konnte,wie eine Schrift, die in…

Reminiszenzen VI (Tag des großen Falls)

Image: Craig Gary ©

In Gedanken bist du bereits vom Eigentum verlassen, so wie dich Reisen dein Eigentum verlassen lassen. In dieser absoluten Unumgebenheit stammelst du Sinnlosigkeiten sequentiell in Sätzen gereiht, kontrafaktuale Konditionalsätze, zu Verlautbarungen…

Uterodizee (146 x 165 cm)

  Die vielen, über die Zeit hinweg, überlagerten Graffitischichten wurden brüchig und schälen sich von der Mauer. Eingeritzt treten die einzelnen überlagerten Farbschichten wie bei einer topographischen Karte heraus. Die Collage verkörpert…

Portrait I (102,5 x 72 cm)

Das Portrait beschreibt eine Dame, die versunken im Grübeln innehaltet. Ihre Gedanken pflanzen sich im Hintergrund des Bildes fort. Ihre Innenwelt wird zur Außenwelt, die fraktal und bedrohlich amöbenartige blassrote Strukturen darstellt. Die…

Spiel der Könige

Den ganzen Winter durch wurde Schach gespielt, die Spielstärke ständig schwankend, abhängig von der persönlichen Befindlichkeit und der kognitiven Verfassung: Unsere ganz persönliche Schachnovelle. Die Umgebung wurde für kurze Zeit vergessen, das…

Stefan PlankSpiel der Könige
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In Absentia

Image: Unknown artist ©

I. gerippte lichtstrahlen zerschlissene jahre des hungerns die ära der aura der verlorenen zeit lichtundurchlässige transparenz tanskribiere mich aus den tiefen hinein in die oberflächen der indifferenten II. ich deute die ränder deiner iris zeichne…

Tag X

Alle ziehen weiter, an mir vorbei mit ihren Karawanen Ich ohne Dach, ohne Halt, ohne Schutz kann die Wärme, die sie wärmt nur erahnen Bin Kind der Wüste geworden, identitätslos, besitze keine Buchstaben oder Zahlen, ernähr mich vom zittrigen Tanz…

Stefan PlankTag X
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Maiandacht

Image: Stefan Plank ©

Der Frost der Raunächte legte sich auf die Moospolster im Walde, wo die Wege ohne Ausgang endigen in der leisen Ähnlichkeit der endzeiterwartenden Menschen, auf denen gebettet Demeter ruht und weinend ihr gefrorener Tau, wie Mehltau an den Blättern,…

III. Elegie

Image: Unknown artist ©

I. Die Überschreibungen auf der Haut, die Zeit färbt den Schmerz ein: dunkelrot, indigoblau, alabasterweiß verblassen nur dürfen sie nie, die Zeichen der Gezeichneten Schlicht zerbricht das Ornament, das ich hegte, mein Mosaik, das zersplitterte,…

Crea(re.)tura

I. Immer sage ich dasselbeImmer sage ich dasselbeim Echo der Echolalie;sage ich dasselbe?Ich, dieselbe?immer, immer. Erschöpftes Geschöpf ohne Namen,die astrale Gestalt erstrahlt im hintersten Schatten der Parallelwelt Die anthrazitfarbenen Augen…

Verlorene Elegie

existent im exil ich die schulterbögen  bergen gebrochene flügel das silberne haar wie geflochtenes licht  gebäre das innerste die rohe unschuld der groben wundenränder  schnittstelle haut / welt blute und zerbreche gehe auf im…

Grenzgänger

Meine vollständige Unvollständigkeit,ich spreche: "An mir ging nichts verloren,nur ich mir",du sprichst: "An dir pralle ich ab und du zerschellst an mir." Oh, die große Apathie der Seele, die notwendige Atrophie der Sinne schwinde, Sonne, lass mir…

Aquamarinherz

Der Schnee fällt wie weiße Aschevon den Zweigen,die goldenen Glocken der Sinnlosigkeitertönen weit in den Raum hinein,der mich begrenzt. Bedacht mit Wärme, befangen in der Kälte,die ich ehre,verweile ich in zerbrochener Stilleund wünsche mir…

Fundamente der Tragik (66,5 x 98,5 cm)

  In den triefenden Linien, schwarz wie Verbranntes, schält sich ein Sakralbau mit Kuppel heraus. Keine gotische Kathedrale, die lichtdurchflutet nach oben Richtung Himmel strebt, sondern ein Barockbau, der wuchtig, befestigungsartig im…

Altland/Neumond

Meine Geschichte des Verlustes, unbedeutend das leicht versetzte Nebenleben,wie Wellen im Sturm gegen Felsen schlagenso schlägt auch mein Puls im Rhythmus der Asynchronität Unter den unendlichen kaleidoskopischen Konstellatiosmöglichkeiten ringe ich…

I. Elegie

Das eine Königreich,seit Äonen schon verloren und unerreichbar,Mythos der EinsamenTraum der Einzelgänger,und all die Wege führen nirgendwo hin. Cassiopeia am Nordhimmel,verkünde den Verlust:Vergehen soll ich– in Sehnsucht. Im Kern der Tieferuht das…

Silberlichtland

I. Ich wünsche mir unwillkürliches Wollen noch aber blutet die Wunde, noch wehrt sich der Körper Wenn ich Wasser bin, woran grenzt dann eure Haut? Wenn nichts heilsam ist, wer schmäht dann noch den Schmerz? Ich sehne mich nach nichts mehr die Sterne…

Wandel(ge)stirne

Unklarheit überfällt mich unter meiner bescheidenen Sternwarte – über allen das All, das sich leer leuchtet Wie weit wohl bis zum ersten Stern wie weit wohl bis hin zu Dir Ich falle tief in die Abwesenheit eurer Blicke in die Echos, die eure Worte…

Reminiszenzen III (Weltfremdheit)

Image: Laura Makabresku ©

Reminiszenzen III (Weltfremdheit) Das Gefühl von Geborgenheit und Liebe ist mit deinem ewigen Landstreichertum unvereinbarlich. Das Gefühl von Heimat wurde dir von ihnen genommen, waren sie es doch die, die dir deine eigene Heimat unerträglich…

Stefan PlankWeltfremdheit
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Der Parasit

Unknown artist ©

Die schmelzende Winterhülle, brachte allmählich den Frühling hervor und die Samen brüllen auf. Der Südföhn wühlt in den letzten Schneenischen der Eisschmelzwiese. Der Schnee, der den Trug der Farben bisweilen gut überdecken konnte, schmilzt in den…

Stefan PlankDer Parasit
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Reminiszenzen XI: Trübungen des Seins

Image: Eberhard Grossgasteiger

Ach gebt mir keine Hoffnung, die macht mich nur traurig, riefen die Menschen zu Pandora und ein Riss ging sogleich durch das Sein. Die Hoffnung als das größte aller Übel, das den Menschen immer wieder aufs Neue fortfahren lässt, verbissen ohne…

Stefan PlankTrübungen des Seins
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Heimat – eine Verstörung (Ophelia)

Image: Rachel Bellinsky ©

Auf der vergeblichen Suche nach flachen Steinen am Gewässerrand, dort am Ufer aus Sand, ein allen Menschen gewidmeter Erlustigungsort. Alle flachen Steine, die sie penibelst aufsuchten, haben sie bereits im Bachbett versenkt mit ihrem…

Lebensläufe oder das Prinzip des unzureichenden Grundes (eine Hommage an Robert Musil)

Image: Maître des Cassoni Campana ©

Leiblichkeit, ist das, was uns vielmehr vereinzelt als eint. Deswegen ist das Gesetz und der Staat auch das unpersönlichste, da es Allgemeinheit erhebt. Wie ein Lebenslauf bei einem Bewerbungsgespräch zu den reinen Formalitäten gehört, so ist für…

Stefan PlankPrinzip des unzureichenden Grundes
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Verlust

Image: Christian Cravo ©

Gestehe, dass du glücklich bist, einst verloren den Ring des Polykrates, den du mit tiefster Inbrunst zu lieben wusstest. So kann nach dem herzergreifenden Verlust doch nur noch die Schicksalsumkehr eintreten und deinem gebrochenem Herzen zugute…

Yggdrasil

Unfähig der völligen Abnabelungliege ich brach –und mit brachialer Kraftentfacht ein Sturm über mirinmitten meiner Panikherrscht jene unerforschte Unberührbarkeit(Die Krähen krächzen ein Schlaflied für michdoch ich huldige ihnen schlecht und…

Reminiszenzen IX (Hochwald)

Image: Emre Can Acer ©

Unbarmherzige Frühe, die du die existenzielle Kasteiung der in die Welt Geworfenen in aller Deutlichkeit zu vermitteln vermagst, Frost und Raureif, tiefes Alleinsein um nicht zu frieren. Frohlocke über das stumpfe Empfinden und die Dumpfheit deiner…

Fluktuationen II

Image: Cern

Aus dem Gleichgewicht der Symbiose war es das Parasitäre, das die Richtung vorgab. Die ideale Symbiose war ein bidirektionaler Pfeil, der zu beiden Richtungen und Freiheitsgraden unentschlossen verweilte, in Unordnung und fluktuierendem Rauschen…

Stefan PlankFluktuationen II
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Synästhesien der Traurigkeit

Image: Laura Makabresku ©

Ich höre und ordne dem Gehörten Bilder zu. Ich sehe und ordne dem Gesehenen Geräusche zu, die ich höre und wieder Bildern zuordne, welche ich sehe und sie taktil Gefühltem zuordne, welches ich spüre und das Gespürte sogleich wieder Bildern…

Stefan PlankSynästhesien der Traurigkeit
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Ein Trinkspruch – Depersonalisation

Image: Unknown ©

Ich trinke nicht, um mich von der Welt abzuwenden, vielmehr erhoffe ich mir, im Rauschzustand die mir entglittene weltliche Integrität wieder zu erlangen. Vielmehr wird mir am Leben erst vieles im Rausche bewusst, dem Zustand, der uns mehr in das…

Innegehaltenes

I. Steh abseits in Schatten,werft sie nur weiterweit hinein in meine letzten Schlupfwinkel,entweiht die Stätte der Heilung, die nie heilte, seht euch ruhig satt, -gelobt sei die Stimme, die nicht mehr singt,die Wunde, die euch nicht ins Herz welkt…

Uterodizee II (99 x 31 cm)

An die Geburt als maßgeblichstes Ereignis unserer selbst können wir uns nicht erinnern. Die Geburt stellt den ersten Bruch eines Lebewesens dar. Die Einheit mit der Mutter wird aufgegeben, der Weg zurück bleibt versperrt. Die Geborgenheitsstruktur…

Babel

Image: Pieter Bruegel d. Ältere

Du suchst verzweifelt nach Worten und bist ergriffen von einem tiefen Ausdruckverlangen. Doch es gelingt nur unverständliches Sprechen in Sprachen die es nicht gibt. Worte schälen sich und zerbrechen zu rastlosem Stammeln, zu bloßen Lauten,…

Reminiszenzen VII (Fluktuationen)

Image: Cern

Im Anfang war die Unschärfe. Diese Unschärfe lag wie opaker Staub über das Sein und das Nichts. Und alles Sein wurde erfüllt mit etwas, dank der Unschärfe des Nichts, da selbst das Nichts Korpuskel des Seins beinhaltet. Feine Verunreinigungen…

Die Druckerschwärze oder der Ekel (eine Hommage an J.P. Sartre)

Image: Stefan Plank ©

Du nimmst eine der nicht mehr aktuellen Zeitungen vergangener Tage von deinem kleinen  Beistelltisch vor dem Diwan in die Hand und liest unbeeindruckt die Schlagzeilen: „Geisteskranker Familienvater bringt  Tochter um“ , „Wieder Anschläge von…

Reminiszenzen X

Image: Stefan Plank ©

Du hast mir die Welt gezeigt. Verstummte Chöre in denen niemand mehr singt. Mannigfaltige Bücher die niemand mehr liest. Blaue Flüsse in denen niemand mehr schwimmt. Sprachen, die niemand mehr spricht. Das Leben wird brüchig bis auf einmal das…

Stefan PlankReminizenzen X
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Reminiszenzen VIII (Die große heimatliche Landnahme)

Image: Stefan Plank ©

Der Mensch findet sich in der Natur vor und beginnt etwas aus vorgefundenen Bedienungen zu machen, denn das Machen erst, ist die Erdung, die ursprünglichste Form von Interpersonalität und Bezugnahme zu dessen was vorgefunden wird. Und er beginnt zu…

Obsidian

Die entschwundene Sanftmut  so wie die Wogen der Betäubtung der Klarheit wichen die dünnen Zeichen des Gefühls meiden das Mienenspiel verflachen nur die geliebte Lyrik, die Ungelesene und Ungespürte warum nur straft ihr sie der Lüge? Anthrazit…

Reminiszenzen II

Image: Stefan Plank ©

        Während du aus dem Fenster der Kleinbahn blickst und nur in die Ferne schweifen kannst, da in der Nähe alles zur Unkenntlichkeit verschmieren zu scheint, stellst du fest, dass audio-visuelle Hässlichkeiten…

Intervalle im Ich

Verfinsterung im Vaterland, weit und breit kein land in sichtich verweile...aber wo bleibst du, Vater?die jahre hängen dir schon in die stirnund mir ins unähnliche augenlicht die schwarzen knospen blühen – innwärtsund schämen sich ihrer kahlheit…

Atlantis

Unbestimmbares Vageseinkennzeichnet meine unabänderliche Gesetzmäßigkeit:Innen bricht all das, was brechen kannund stumm fügt sich außen der Körper wie ein Gefäß aus Glas Immerzu der Zwang des inständigen Intaktseins;Ich will doch hölzern und…

Aurum

Image: Ouzo Kim. ©

Unter suburbanen Sternen zerflackernde Schemen auf dem schwarzen Spiegel des Ozeans Oberfläche, mein Blau bricht durch und zieht lange Fäden Wellenlotusblumenfarbe fort mit sich Meine Flut mündet fern und abzweigende Flüsse fließen tief, wie…